d documenta - konferenz auf dem weg zur documenta 13
Installationsansicht aus der documenta 2 mit Arbeiten von Julio Gonzalez, 1959.
Fotograf: unbekannt
Nachlaß Arnold Bode courtesy documenta Archiv
Castello di Rivoli Museo d'Arte Contemporanea, Rivoli, Turin
18. September 2009, 10 h-13 h und 14.30 h-18.30 h
19. September 2009, 11 h-13 h und 14.30 h-18.30 h
Anmeldeformular
Die d documenta ist eine zweitägige Konferenz, die ein Forum zur Diskussion und Reflexion über die Geschichte der documenta mit ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen und ihre Zukunft bieten möchte.
Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, jedoch ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Die offizielle Anmeldefrist endete am 5. August 2009. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Konferenz ausgebucht. Es ist jedoch möglich sich auf einer Warteliste für möglicherweise wieder frei werdende Plätze anzumelden.
documenta ist zu einem alle fünf Jahre wiederkehrenden Schlüsselmoment geworden, an dem zeitgenössische Kunst gezeigt wird und sich an Kunst und ihrem Verhältnis zur Welt interessierte Menschen begegnen, um die Lage zu analysieren und Ein- und Ausblicke auszutauschen. Für die an der Organisation der nächsten documenta Beteiligten beginnt die Reise öffentlich am 18. September 2009.
Als Redner zu dieser Konferenz sind die künstlerischen LeiterInnen aller bisherigen documenta-Ausstellungen eingeladen. Sie wurden gebeten, in der Präsentation ihrer Ausstellung zunächst ihr Gegenwartsverständnis zur Zeit der von ihnen ausgerichteten documenta zu beschreiben: Wie waren sie sich ihrer Zeit bewusst und wie haben sie sich in ihrer Zeit positioniert? Was bedeutete das für sie und inwieweit floss es in ihre Strategien und Entscheidungen mit ein? Zusätzlich sollen sie rückblickend skizzieren, was sie vielleicht anders gemacht hätten – in Anbetracht der Entwicklungen in der Kunst und in der Welt im Allgemeinen nach ihrer documenta.
Das Castello di Rivoli und die documenta 13 danken allen früheren LeiterInnen, dass sie die Einladung angenommen haben und als Vertreter der KünstlerInnen und der Kuratorenteams, mit denen sie gemeinsam ihre documenta konzipiert, imaginiert, erlebt und erträumt haben, über ihre Ideen und Erfahrungen reflektieren wollen.
Die documenta entstand in den frühen 1950er Jahren als direkte Antwort auf die Politik der „entarteten Kunst“ des Dritten Reichs. Sie setzt sich dadurch von anderen regelmäßigen internationalen Kunstausstellungen, die sich aus den Weltausstellungsmodellen des 19. Jahrhunderts herleiten, durch ihre theoretische Basis und das Bewusstsein für die gesellschaftliche Notwendigkeit von Kunst ab. Das gilt heute noch genauso wie vor 50 Jahren.
Das Castello di Rivoli bot sich als idealer Veranstaltungsort für die Konferenz an, weil sein erster Direktor Rudi Fuchs künstlerischer Leiter der 1982er documenta 7 war, und nun Carolyn Christov-Bakargiev – seit 2001 Chefkuratorin am Castello di Rivoli und seit 2009 seine künstlerische Interimsdirektorin – zur künstlerischen Leiterin der 2012 in Kassel stattfindenden documenta 13 ernannt wurde. „Die documenta 13“ – so Christov-Bakargiev – „wird aus einer archäologischen Perspektive, einer ökologischen Beziehung zur Vergangenheit heraus entwickelt, in der jedes für die Zukunft geplante Kulturprojekt sich aus einem Blick zurück entwickeln muss – wie stellte man sich etwa in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Gegenwart vor und was galt bei den verschiedenen documenta-Ausgaben jeweils als dringendes Anliegen?“ Gleichzeitig begeistert sie sich „...persönlich für das Unlogische, Verspielte und Poetische, für das Zelebrieren von Kunstwerken und dafür, Besucher eines Ereignisses wie der documenta einzubinden und es für sie zu einer einzigartigen Erfahrung zu machen.“
Die Konferenz bringt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der documenta zu einem Dialog zusammen und wir laden alle Interessierten ein, daran teil zu nehmen.
Programm
Jeder Vortrag dauert 30 bis 40 Minuten mit anschließender Publikumsdiskussion.
Freitag, 18. September
10.00-11.00 Registrierung und Begrüßung
11.00-12.00 Präsentation von Heiner Georgsdorf, Vorsitzender des Kuratoriums der Arnold-Bode-Stiftung:
Die Magie des Anfangs. Ein Vortrag über Arnold Bode und seine documenta(s).
12.00-13.00 Vortrag von Walter Grasskamp, Professor für Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste, München:
Die Geburt einer periodischen Ausstellung (mit Bezug auf documenta, 1955; II. documenta, 1959; documenta III, 1964; 4.documenta, 1968).
13.00-13.45 Mittagspause in der Cafeteria, Castello di Rivoli
13.45 Führung durch die Sonderausstellung Gianni Colombo im Castello di Rivoli
14.30-15.30 Vortrag von Jean-Christophe Ammann, Mitglied der Arbeitsgruppe, die die von Harald Szeemann geleitete documenta 5 von 1972 kuratierte:
Einige Gedanken zur documenta 5.
15.30-16.30 Vortrag von Manfred Schneckenburger, Künstlerischer Leiter der documenta 6, 1977, und documenta 8, 1987:
documenta 6 + 8 – Idee, Prozess, und was herauskam.
16.30-17.30 Vortrag von Rudi Fuchs, Künstlerischer Leiter der documenta 7, 1982:
Über die documenta 7.
17.30-18.30 Diskussion mit den Referenten und dem Publikum
18.30 Ende des ersten Teils der Konferenz
Samstag, 19. September
11.00-12.00 Vortrag von Jan Hoet, Künstlerischer Leiter der documenta IX, 1992:
documenta IX: Die Künstler vor physische und mentale Herausforderungen wie Jazz, Boxen oder Baseball stellen.
12.00-13.00 Vortrag von Catherine David, Künstlerische Leiterin der documenta X, 1997:
Die spezifische Position der documenta im Kontext visueller kultureller Ereignisse.
13.00-14.00 Mittagspause
14.00-14.30: Führung durch die Sammlung des Castello di Rivoli und Zeit, die Sonderausstellungen zu besuchen
14.30-15.30 Vortrag von Okwui Enwezor, Künstlerischer Leiter der Documenta11, 2002:
Ein Wiedersehen mit Documenta11.
15.30-16.30 Vortrag von Roger M. Buergel, Künstlerischer Leiter der documenta 12, 2007:
Assoziative Kontrolle.
16.30-17.00 Anmerkungen von Carolyn Christov-Bakargiev, Künstlerische Leiterin der documenta 13, 2012:
Notizen auf dem Weg zur documenta (13).
17.00-18.30 Diskussion mit den Referenten und dem Publikum.
18.30 Ende der Konferenz
Sämtliche Vorträge und Diskussionen werden aufgezeichnet und in elektronischer Form publiziert. Konferenzsprache ist Englisch.
Um sich für die aktuelle Warteliste anzumelden, füllen Sie bitte das Anmeldeformular aus.
Bitte füllen Sie pro Person nur ein Anmeldeformular aus und schicken Sie es an r.aghemo(at)castellodirivoli.org.
Weitere Anmeldeinformationen: + 39 011 9565270, E-Mail r.aghemo(at)castellodirivoli.org
Presse- und PR-Informationen zur d documenta-Konferenz:
Massimo Melotti, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Castello di Rivoli Museo d’Arte Contemporanea
Piazza Mafalda di Savoia – 10098 Rivoli (TO)
Italien
Tel. + 39 011 9565209 – Fax +39 011 9565231
E-Mail press(at)castellodirivoli.org
Markus Müller, Leiter der Kommunikation
documenta 13
Friedrichsplatz 18
34117 Kassel
Deutschland
Tel + 49 561 707270 - Fax + 49 561 7072739
E-Mail press(at)documenta.de
Die d documenta Konferenz wird vom Castello di Rivoli Museo d’Arte Contemporaneo, Rivoli-Turin und der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH Kassel organisiert, in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Turin und mit Unterstützung durch das IFA-Institut für Auslandsbeziehungen e.V.
Fotograf: unbekannt
Nachlaß Arnold Bode courtesy documenta Archiv
Castello di Rivoli Museo d'Arte Contemporanea, Rivoli, Turin
18. September 2009, 10 h-13 h und 14.30 h-18.30 h
19. September 2009, 11 h-13 h und 14.30 h-18.30 h
Anmeldeformular
Die d documenta ist eine zweitägige Konferenz, die ein Forum zur Diskussion und Reflexion über die Geschichte der documenta mit ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen und ihre Zukunft bieten möchte.
Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, jedoch ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Die offizielle Anmeldefrist endete am 5. August 2009. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Konferenz ausgebucht. Es ist jedoch möglich sich auf einer Warteliste für möglicherweise wieder frei werdende Plätze anzumelden.
documenta ist zu einem alle fünf Jahre wiederkehrenden Schlüsselmoment geworden, an dem zeitgenössische Kunst gezeigt wird und sich an Kunst und ihrem Verhältnis zur Welt interessierte Menschen begegnen, um die Lage zu analysieren und Ein- und Ausblicke auszutauschen. Für die an der Organisation der nächsten documenta Beteiligten beginnt die Reise öffentlich am 18. September 2009.
Als Redner zu dieser Konferenz sind die künstlerischen LeiterInnen aller bisherigen documenta-Ausstellungen eingeladen. Sie wurden gebeten, in der Präsentation ihrer Ausstellung zunächst ihr Gegenwartsverständnis zur Zeit der von ihnen ausgerichteten documenta zu beschreiben: Wie waren sie sich ihrer Zeit bewusst und wie haben sie sich in ihrer Zeit positioniert? Was bedeutete das für sie und inwieweit floss es in ihre Strategien und Entscheidungen mit ein? Zusätzlich sollen sie rückblickend skizzieren, was sie vielleicht anders gemacht hätten – in Anbetracht der Entwicklungen in der Kunst und in der Welt im Allgemeinen nach ihrer documenta.
Das Castello di Rivoli und die documenta 13 danken allen früheren LeiterInnen, dass sie die Einladung angenommen haben und als Vertreter der KünstlerInnen und der Kuratorenteams, mit denen sie gemeinsam ihre documenta konzipiert, imaginiert, erlebt und erträumt haben, über ihre Ideen und Erfahrungen reflektieren wollen.
Die documenta entstand in den frühen 1950er Jahren als direkte Antwort auf die Politik der „entarteten Kunst“ des Dritten Reichs. Sie setzt sich dadurch von anderen regelmäßigen internationalen Kunstausstellungen, die sich aus den Weltausstellungsmodellen des 19. Jahrhunderts herleiten, durch ihre theoretische Basis und das Bewusstsein für die gesellschaftliche Notwendigkeit von Kunst ab. Das gilt heute noch genauso wie vor 50 Jahren.
Das Castello di Rivoli bot sich als idealer Veranstaltungsort für die Konferenz an, weil sein erster Direktor Rudi Fuchs künstlerischer Leiter der 1982er documenta 7 war, und nun Carolyn Christov-Bakargiev – seit 2001 Chefkuratorin am Castello di Rivoli und seit 2009 seine künstlerische Interimsdirektorin – zur künstlerischen Leiterin der 2012 in Kassel stattfindenden documenta 13 ernannt wurde. „Die documenta 13“ – so Christov-Bakargiev – „wird aus einer archäologischen Perspektive, einer ökologischen Beziehung zur Vergangenheit heraus entwickelt, in der jedes für die Zukunft geplante Kulturprojekt sich aus einem Blick zurück entwickeln muss – wie stellte man sich etwa in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Gegenwart vor und was galt bei den verschiedenen documenta-Ausgaben jeweils als dringendes Anliegen?“ Gleichzeitig begeistert sie sich „...persönlich für das Unlogische, Verspielte und Poetische, für das Zelebrieren von Kunstwerken und dafür, Besucher eines Ereignisses wie der documenta einzubinden und es für sie zu einer einzigartigen Erfahrung zu machen.“
Die Konferenz bringt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der documenta zu einem Dialog zusammen und wir laden alle Interessierten ein, daran teil zu nehmen.
Programm
Jeder Vortrag dauert 30 bis 40 Minuten mit anschließender Publikumsdiskussion.
Freitag, 18. September
10.00-11.00 Registrierung und Begrüßung
11.00-12.00 Präsentation von Heiner Georgsdorf, Vorsitzender des Kuratoriums der Arnold-Bode-Stiftung:
Die Magie des Anfangs. Ein Vortrag über Arnold Bode und seine documenta(s).
12.00-13.00 Vortrag von Walter Grasskamp, Professor für Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste, München:
Die Geburt einer periodischen Ausstellung (mit Bezug auf documenta, 1955; II. documenta, 1959; documenta III, 1964; 4.documenta, 1968).
13.00-13.45 Mittagspause in der Cafeteria, Castello di Rivoli
13.45 Führung durch die Sonderausstellung Gianni Colombo im Castello di Rivoli
14.30-15.30 Vortrag von Jean-Christophe Ammann, Mitglied der Arbeitsgruppe, die die von Harald Szeemann geleitete documenta 5 von 1972 kuratierte:
Einige Gedanken zur documenta 5.
15.30-16.30 Vortrag von Manfred Schneckenburger, Künstlerischer Leiter der documenta 6, 1977, und documenta 8, 1987:
documenta 6 + 8 – Idee, Prozess, und was herauskam.
16.30-17.30 Vortrag von Rudi Fuchs, Künstlerischer Leiter der documenta 7, 1982:
Über die documenta 7.
17.30-18.30 Diskussion mit den Referenten und dem Publikum
18.30 Ende des ersten Teils der Konferenz
Samstag, 19. September
11.00-12.00 Vortrag von Jan Hoet, Künstlerischer Leiter der documenta IX, 1992:
documenta IX: Die Künstler vor physische und mentale Herausforderungen wie Jazz, Boxen oder Baseball stellen.
12.00-13.00 Vortrag von Catherine David, Künstlerische Leiterin der documenta X, 1997:
Die spezifische Position der documenta im Kontext visueller kultureller Ereignisse.
13.00-14.00 Mittagspause
14.00-14.30: Führung durch die Sammlung des Castello di Rivoli und Zeit, die Sonderausstellungen zu besuchen
14.30-15.30 Vortrag von Okwui Enwezor, Künstlerischer Leiter der Documenta11, 2002:
Ein Wiedersehen mit Documenta11.
15.30-16.30 Vortrag von Roger M. Buergel, Künstlerischer Leiter der documenta 12, 2007:
Assoziative Kontrolle.
16.30-17.00 Anmerkungen von Carolyn Christov-Bakargiev, Künstlerische Leiterin der documenta 13, 2012:
Notizen auf dem Weg zur documenta (13).
17.00-18.30 Diskussion mit den Referenten und dem Publikum.
18.30 Ende der Konferenz
Sämtliche Vorträge und Diskussionen werden aufgezeichnet und in elektronischer Form publiziert. Konferenzsprache ist Englisch.
Um sich für die aktuelle Warteliste anzumelden, füllen Sie bitte das Anmeldeformular aus.
Bitte füllen Sie pro Person nur ein Anmeldeformular aus und schicken Sie es an r.aghemo(at)castellodirivoli.org.
Weitere Anmeldeinformationen: + 39 011 9565270, E-Mail r.aghemo(at)castellodirivoli.org
Presse- und PR-Informationen zur d documenta-Konferenz:
Massimo Melotti, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Castello di Rivoli Museo d’Arte Contemporanea
Piazza Mafalda di Savoia – 10098 Rivoli (TO)
Italien
Tel. + 39 011 9565209 – Fax +39 011 9565231
E-Mail press(at)castellodirivoli.org
Markus Müller, Leiter der Kommunikation
documenta 13
Friedrichsplatz 18
34117 Kassel
Deutschland
Tel + 49 561 707270 - Fax + 49 561 7072739
E-Mail press(at)documenta.de
Die d documenta Konferenz wird vom Castello di Rivoli Museo d’Arte Contemporaneo, Rivoli-Turin und der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH Kassel organisiert, in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Turin und mit Unterstützung durch das IFA-Institut für Auslandsbeziehungen e.V.


